Wohnireif- Familienreisen mit dem Wohnmobil

Sommer: Dänemark

Dänemark 2014  ( 17 Tage)

 
Nach unendlichen Urlaubsplänen, die von Kroatien, über Frankreich und Italien reichten, einigten wir uns 4 Wochen vor Sommerferienbeginn auf eine Dänemarktour, um alles, was wir von diesem schönen Land noch nicht gesehen hatten (weil mit Wohnwagen keine Lust auf Rundreisen bestand), erkunden zu können.

15.08.2014

Übernachtung: Rastplatz Hüttener Berge
Kosten:         keine

Gegen 16.30Uhr fuhren wir zu Hause los, die Fahrt sollte uns heute noch bis zum Rastplatz "Hüttener Berge" unweit der dänischen Grenze führen. Gegen 0.30Uhr waren wir da, tranken unseren obligatorischen Urlaubsanfangskakao und fielen in unsere Kojen, nachdem Lana noch eine Runde gedreht hatte.

Wohni am Strand von Römö

Endlich Urlaub!

 
16.08.-18.08.

Übernachtung: Hvidbjergstrand Camping in Blavand
Kosten:         210€

Um 7.30Uhr ging die Fahrt noch ohne Frühstück weiter, denn ich hatte geplant,  noch auf deutscher Seite beim Bäcker frische Brötchen zu holen, um dann auf Römö am Strand zu frühstücken. Meine Männer waren angetan von der Idee und so waren wir gegen 9.00Uhr auf Römö und frühstückten mit Meerblick und bei schönstem Sonnenschein, so kann der Urlaub beginnen. Lana war einfach nur happy und tobte sich am Strand erstmal richtig aus. Die Liegestühle erblickten die Sonne, außerdem wurde Fußball gespielt und der Wind blies uns um die Ohren.
Fynn setzte freiwillig mein rosa!!!! Funktionstuch auf und das sollte echt was heißen;). Nach diesem entspannten Vormittag beschlossen wir noch bis zu unserem Lieblingsplatz in Dänemark zu fahren, auf den Hvidbjergstrand nach Blavand. Dort angekommen checkten wir erst mal für 3 Tage ein, schließlich waren wir im Urlaub und nicht auf der Flucht.


 





18.08.

Übernachtung: Lemvig Strand Camping am Limfjord
Kosten:         45€

Wir fuhren weiter und wollten heute bis zum Limfjord . Wir kamen am Ringköbingfjord vorbei, machten am Strand Richtung Limfjord noch einige erste Erinnerungsfotos und setzten unsere Fahrt fort. Dank der Aufmerksamkeit meines Göttergatten, sahen wir quasi in letzter Sekunde noch irgendwelche Sandwände, die schon von weitem mehr als beeindruckend waren. Wir suchten eine Straße, um näher ranzukommen und fanden schließlich einen großen Parkplatz. Es handelte sich bei der Ausstellung um das Sandfigurenfestival. Falls ihr irgendwann die Möglichkeit haben solltet, euch das anzusehen, packt sie beim Schopf, es ist wahnsinnig schön.
Nach 2 Stunden saßen wir wieder im Wohni und fuhren Richtung Lemvig Strand Camping, den hatte ich spontan im Stellplatzführer rausgesucht, liegt direkt am Wasser und schien sehr gepflegt zu sein. Nun, wir wurden nicht enttäuscht, der Platz ist supersauber und Mutti hatte einen Platz in der 1. Reihe am Fjord ergattert...hahaha. Triumphierend kehrte ich zu meinen Männern zurück und berichtete. Komischerweise fand Olaf die Idee gar nicht so pralle, da es doch sehr stürmisch war. Ich fand das suuuuper und hatte doch tatsächlich noch die Idee die Markise rauszukurbeln und die SAT-Antenne auf Funktionstüchtigkeit zu testen. OK, Olaf hatte recht...eigentlich will ich dazu nicht mehr sagen, aber der Grinsebär von Ehemann sitzt mir im Nacken. Jaaaa, die Markise war ganz schnell wieder drin und die Sat- Antenne ist drin geblieben. Die Sanitäranlage war sehr gepflegt und nur per Code zu betreten. Wir spielten Karten, machten einen ausgiebigen Spaziergang am Strand und hofften, dass unser Wohni am nächsten Tag noch stehen würde ( ich hatte beschlossen uns quer in den Wind zu stellen, weils so schön wackelt), ich bekam die gerechte Strafe und schlief keine Sekunde!



Super Strandabschnitt südlich des Ringköpingfjords

Lemvig Strand Camping am Limfjord





Das Sandfigurenfestival: Alles aus Sand...der Wahnsinn!

Die Außenwände, angelegt wie eine Arena

Man beachte die Wirbelsäule, alles bis ins kleinste Detail




 
19.08.

Übernachtung: Lokken Strand Camping
Kosten:         56€

Wir hatten uns Brötchen beim Betreiber vorbestellt, alles hat prima geklappt, so dass ein ausgiebiges Frühstück auf uns gewartet hat. Gegen 10.00 Uhr starteten wir weiter Richtung Norden. Dabei hatten wir doch tatsächlich vergessen, die Stützen, die wir wegen dem starken Wind heruntergelassen hatten, wieder hochzukurbeln. Wir freuten uns doch wirklich auch noch, wie freundlich die Dauercamper uns zugewunken haben, bis wir zum Glück merkten, warum!!! Kurzer deutsch-dänischer Smalltalk und dann gings endlich weiter...nix passiert, juchu . Heute wollten wir bis zum Campingplatz Lökken Strand, den ich schon zu Hause bei camping info gefunden hatte und unbedingt dahin wollte. Auf dem Weg befand sich das Bunkermuseum bei Hanstholm, welches ein absolutes Muss für meine Männer darstellte. Ich bin aus Solidarität mitgegangen, es war aber dann doch sehr sehenswert. Danach näherten wir uns unserem anvisierten Ziel, dem Lökken Strand Campingplatz ( mein Mann war froh, dass ich den ausgesucht hatte). Zuerst einmal sei zu sagen, dass der Platz wirklich absolut einzigartig liegt, auf der Steilküste in der Jammerbucht in der ersten Reihe....Komfort und Sauberkeit sind dort jedoch Fehlanzeige. Eine Nacht war eine Nacht zuviel und auch viel zu teuer, denn wir bezahlten in der Nachsaison immer noch stolze 56€ und die ärgern mich heute noch, grrrrr!
Wir redeten im Bett noch über die nächsten Tage und schliefen dann schnell ein, nicht ohne Vorfreude auf den kommenden Morgen, denn da stand ein besonderer Höhepunkt auf dem Plan: Rubjerg Knude, der versandete Leuchtturm!

20.08.

Übernachtung: Skiveren Strand Camping
Kosten:         48€

Brötchen waren hier natürlich nicht zu bekommen, nur im 1km entfernten Lökken. Da wir an diesem Tag aber noch einiges vor hatten, holte ich die eingepackten Muffins raus, dazu gabs Kakao und das Ganze mit Meerblick direkt an der Klippe, das war schon toll! Schnell noch bezahlt und dann gings weiter...
Schon aus der Ferne sahen wir majestätisch die Sanddüne Rubjerg Knude vor uns. Fast zu Füßen des gigantischen Sandkomplexes parkten wir unseren Wohni. Heute war es noch stürmischer als die letzten Tage und wir nahmen zum Glück unsere Sonnenbrillen und Kopfbedeckungen mit. Eine Warnung an alle Hobbyfotografen: Lasst eure Kameras im Wagen, der feine Sand kriecht in alle Ritzen.
Wir also machten uns an den Aufstieg, ohne Lana, was sich als sinnvoll erwies. Es war uns fast unmöglich, uns auf den Beinen zu halten, wir konnten uns mit dem ganzen Gewicht in den Sturm legen und standen dann senkrecht...der Wahnsinn. Bei schönem, windstillen Wetter sicherlich eine Idylle, an diesem Tag eine echte Strapaze.
Zurück am Wohni stand erstmal eine Entsandungskur an, bevor wir uns auf den Weg nach Borglum Kloster machten. Mein Göttergatte verzichtete diesmal freiwillig und machte einen schönen Spaziergang mit unserer Lana. Die Jungs und ich besuchten das Kloster, was uns wirklich sehr gut gefiel und empfehlenswert ist, auch mit kleineren Kinder, denn es wird ein Klosterrätsel für Kinder angeboten, was Fynn echt supi fand. Zu jedem Raum wurden Fragen gestellt, auch zu den Gärten. Echt toll!
Olaf und Lana waren von ihrer Tour zurück und so machten wir uns auf zu unserem heutigen Zielpunkt, dem Skiveren Camping, ein wunderbarer Campingplatz, sehr gepflegt, nette Betreiber, direkt am Meer. Wir legten unser Grillgut auf, ich machte noch schnell ein paar Rosmarinkartoffeln und einen schönen frischen Salat und dann konnte der Abend bei einem Gläschen Wein ausklingen, ein ereignisreicher Tag lag hinter uns und wir schliefen wie die Murmeltiere.

Rubjerg Knude ( zum Größenvergleich: das schwarze Pünktchen ist Fynn)





Parkplatz am Borglum Kloster

Skiveren Camping

Mittagsschläfchen



21.08.

Übernachtung: Skiveren Strand Camping
Kosten:         48€

Auch heute stand ein weiterer, wenn nicht der Höhepunkt unserer Reise auf dem Programm:
Die Nordspitze in Grenen. Schon zu Hause beschlossen wir alle, dass wir die obligatorischen Fotos nicht auslassen würden, dem Wetter zum Trotz. Barfuß liefen wir in die neben dem Parkplatz beginnende Dünenlandschaft vor bis zur Sandzunge, wo sich Ostsee und Nordsee treffen. Ich konnte es kaum glauben, man erkannte sogar den Farbunterschied zwischen Skagerrak und Kattegat ganz deutlich...Nun gut, wir alle hatten das Beweisfoto gemacht , was mit Vorsicht zu genießen ist, die Strömung dort ist echt hammerhart und sehr gefährlich. Gemütlich liefen wir zurück zum Parkplatz und aßen dort den typischen dänischen Hotdog, machten uns auf den Weg nach Skiveren Camping, wo wir auch unsere 2. Nacht verbrachten. Am Abend machten mein Schatz und ich einen schönen Strandspaziergang, die Jungs spielten Fußball, ein Absacker beendete den Tag und zufrieden schliefen wir ein.


Die Nordspitze in Grenen...ein Muss!

Fynn, Felix und "Mutti"

Den Schriftzug "Lebensgefahr" sollte man ernst nehmen!

Hier kann man den Farbunterschied zwischen Nord-und Ostsee super erkennen

Die obligatorischen Skagen-Fotos:
Olaf


Fynni

Felix


 
22.08.

Übernachtung: Skiveren Strand Camping
Kosten:         48€

Das Nordseeaquarium in Hirtshals sollte uns heute erfreuen. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf den Weg. Zuerst besuchten wir das wunderschöne Hirtshals, was sehr empfehlenswert ist. Ein typisch dänisches "Städtchen", mit kleinen gemütlichen Gassen, die zum Bummeln und Verweilen einladen. Felix besorgte sich im Fotoladen noch schnell eine neue Speicherkarte, wir aßen ein leckeres Softeis und bewegten uns gemütlich in Richtung Wohni. Danach füllten wir unsere Vorräte bei Lidl noch mit frischem Obst und Gemüse auf. Unsere Mittagspause verbrachten wir am Hafen, von wo die Schnellfähre nach Norwegen gerade dabei war, abzulegen....auch dies wird in den kommenden Jahren noch eine Reiseziel für uns sein. Dann machten wir uns auf zum Aquarium.
Alles was in der Nordsee schwimmt, ist dort zu finden, auch ein wunderschöner Außenbereich. Die Hauptattraktion ist der Mondfisch, den es dort zu bewundern gibt. Für Kinder gibt es verschiedene Stempelstationen, die "abzuarbeiten" sind, um am Schluß eine Urkunde zu erhalten. Alles in allem finde ich persönlich das Seefahrtsmuseum und Aquarium in Esbjerg wesentlich schöner. Danach war ausruhen angesagt, wir fuhren zurück zum Campingplatz, grillten und genossen die Sonne, die bis spät abends schien. Morgen sollte es anstrengend werden, die Fahrt nach Süden stand auf dem Programm.



So, weitere Fischi-Fotos folgen demnächst...

 
23.08.-30.08.

Übernachtung: Hvidberg Strand Camping
Kosten:         410€

Mit vollen Bäuchen fuhren wir los, die Jungs wünschten sich zum Abschluss noch eine Woche in Blavand und so fuhr ich meine Meute bis auf den Campingplatz. Alles lief problemlos. Die nächsten Tage verbrachten wir mit Faulenzen, Fußball, Fußballgolfen (echt cool), Drachensteigen lassen und und und....

Die Strecke von Skagen bis Blavand übernahm ich...

Hvidbjerg Strand Camping in Blavand

mmmmh...lecker Sanddorn...

Angelteich am Platz...hier wird kostenlos geangelt :angeln:

Strand am Campingplatz

Pause auf der Fahrradtour zum Leuchtturm Blavandshuk

...und da ist er...

30.08.
Heute hatte sich Besuch angekündigt:
Meine Freundin samt Mann und 2 Söhnen kamen zu uns nach Blavand. Sie machten Urlaub auf Fanö und wir hatten schon zu Hause geplant, falls dies irgendwie klappen sollte, einen Tag ausfindig zu machen, den wir gemeinsam verbringen wollten. Es wurde ein herrlicher Nachmittag, mit Grillen, lachen, Strandspaziergang...Die Jungs verstanden sich auf Anhieb und waren unterwegs.
 
31.08.
Fahrt von Blavand nach Hause

Fazit:
Unser 1. Urlaub mit dem Wohnmobil hat uns bestätigt, das ist genau das, was wir wollen...

Dänemark ist immer eine Reise wert, wir kennen nun alles, außer der Ostseeseite und auf die sind wir auch nicht so neugierig.



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