Wohnireif- Familienreisen mit dem Wohnmobil

Sommer: Frankreich + Spanien

Sommer in Frankreich und Spanien (18 Tage)

                  


 
Nach einem doch recht durchwachsenen Sommerurlaub (wettertechnisch) im letzten Jahr in Dänemark, sollte unsere Reise in diesem Jahr Richtung Süden führen, die Costa Brava war unser Ziel. Nach unendlichen Recherchen im Netz, entschieden wir uns dort für den kleinen, aber feinen Campingplatz Las Palmeras (www.campinglaspalmeras.com/de/) in Sant Pere Pescador, wunderschön gelegen in der Bucht von Roses. Den Weg dorthin plante mein Göttergatte akribisch bis ins Detail, frei nach dem Motto `Der Weg ist das Ziel`.



1. Reisetag
13.08.2015

Tageskilometer: 420km
Übernachtung: Camping am Möslepark in Freiburg (www.camping-freiburg.com), GPS 7°52`56"E,47°58`54"N
Kosten: 37€

Wir starteten gegen 9.00 Uhr, unser erstes Etappenziel sollte das 420km entfernte Freiburg im Breisgau sein. Den dortigen Campingplatz am Möslepark hatten wir schon zuhause ausgesucht, da er perfekt auf unserer Route gen Frankreich lag.
Um Strecke zu machen, nutzten wir ausschließlich die Autobahn A5.
Trotz Sommerferienverhältnissen, 40° Außentemperatur und 2 ausgedehnten Pausen kamen wir erstaunlich gut voran und erreichten gegen 15.00 Uhr Freiburg.
Diese Hitze, was sollte das erst in Spanien werden, fragte ich mich!!!???
Wir ergatterten ohne Reservierung noch einen der letzten passenden Stellplätze für unseren Wohni.
Der Campingplatz liegt am Stadtrand, im Naherholungsgebiet Möslepark, bis zur Altstadt sind es 2,5km.
Am Platz befindet sich ein topmodernes, barrierefreies Sanitärgebäude und die Gaststätte Waldcafe, in der man sich morgens auch die vorbestellten Brötchen abholen kann.
Bei `nem kühlen Blonden ließen wir den schwülheißen Tag ausklingen.


Das neue Sanitärgebäude am Möslepark


 
Innenansicht

 
Waldcafe



2. Reisetag
14.08.2015

Tageskilometer: 380km
Übernachtung: Camping Nid du Parc in Villars les dombes (www.lenidduparc.com)
Kosten: 37€

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit leckeren Semmeln, fuhren wir gegen 10.30 Uhr weiter Richtung französischer Grenze, die wir um 11.30 Uhr passierten. In Frankreich führte uns die Reise vorbei an den Vogesen auf der A36 bis Besancon, wir verließen die Autobahn und fuhren auf der Route Nationale durch das Juragebirge. Dort machten wir gegen Mittag ein ausgedehntes Picknick bei sehr angenehmen Temperaturen. Weiter gings auf der N83 vorbei an Bourg-en-Bresse Richtung Lyon.
Unseren Übernachtungsplatz fanden wir mitten im `Land der tausend Teiche`, das ideale Ziel aller Naturliebhaber: Camping Le Nid du Parc **** ( das Parknest). Ich war doch wirklich ein echter Hasenfuß und schickte meinen Göttergatten an die Rezeption, obwohl der in der Schule Latein und nicht wie ich Französisch gewählt hatte.....nicht anders als erwartet, meisterte er die Situation und wir bekamen einen sehr schönen Stellplatz, von 3 Seiten mit Hecken parzelliert, und absolut ruhig.
Nun , was soll ich sagen, auch ich bin eine Naturliebhaberin, doch zwischen Naturcampingplätzen in Dänemark und Deutschland und diesem hier in Frankreich lagen dann doch Welten ( Sanitär!!! ), darüber konnten mich die angepriesenen 4 Sterne auch nicht trösten. Zum Glück gab es aber nicht nur Stehtoiletten.
Zum Abendessen aßen wir Spaghetti mit Tomatensoße, spielten Uno, haben Fußball geschaut und geduscht (grrrr....).
Die Nacht war schön ruhig, es kühlte sich angenehm ab, was einen erholsamen Schlaf ermöglichte.


On the road again...
 
 
 

 
Die Helden

 
 Maut, Maut..Maut...
 
  Runter von der Autobahn, ab durchs Juragebirge

 
 Picknick


Das Wahrzeichen von Bourg-en-Bresse


Camping le Nid du Parc





 
3. Reisetag
15.08.2015

Tageskilometer: 280km
Übernachtung: Camping la Sousta am Pont du Gard in der Provence (www.lasousta.com)
Kosten: 47€

Nach schnellem Frühstück trieb es uns zurück auf die Route Nationale Richtung Lyon. Das Wetter war perfekt, nicht zu heiß, sodass man es gut aushalten konnte.  Der Weg führte uns durch Lyon und dann auf der A47 Richtung Sant Ètienne. Entgegen der ursprünglichen Planung meines Mannes, änderten wir unsere Route ab Châteauneuf und fuhren durch den Parc Naturel Règional du Pilat zur Rhône, folgten der D86 entlang der Rhône ca. 200km zum Pont du Gard und dem Campingplatz La Sousta **** , direkt am Fluss Le Gard ou Gardon.
Der Pont du Gard ist eine dreistöckige, römische Aquäduktbrücke zwischen Uzès und Nimes, zählt zu den Spuren der berühmten Wasserleitung und wurde 50 n.Chr. unter Kaiser Claudius erbaut.
Der Campingplatz La Sousta bietet außer einem im Marktplatzstil gebauten Hauptteil mit Restaurant, Souvenirshop, Bäckerei und Rezeption, einen Swimmingpool und schattige Naturstellplätze direkt am Flussufer, also perfekt für Kanuten.
Nach der doch langen Tagestour duschten wir erstmal ausgiebig und machten uns auf den Weg ins Restaurant.
Ach, hätte ich doch im Französisch-Unterricht besser aufgepasst, dann hätte ich meiner hungrigen Familie eine große Hilfe sein können. Im Süden Frankreichs, vor allem hier auf dem Platz, ist Schluss mit Deutsch. Das nette Personal erklärte uns in schönstem Französisch, welches Tagesmenü es heute geben sollte und meine Männer schauten mich mit großen Augen an, damit ich ihnen alles übersetzten konnte. Bluff ist alles im Leben, dachte ich mir und übersetzte irgendwas Erfundenes, war jedoch gespannt auf das, was auf den Tisch kommen sollte.
Alle 4 bestellten wir das Menü des Tages, was sich als Schweinebraten mit Bohnen und Pommes frites herausstellte. Geschmacklich eine 4, preislich mit 74€ eine 1, jedoch nur für die Betreiber des Restaurants.
Nach dem Essen gings zu den Tischtennisplatten und wir lieferten uns noch einige harte Fights bis zum Sonnenuntergang.


Entlang der Rhône
 

 
Auf dem Weg zum Pont du Gard

 
Kurz vorm Campingplatz La Sousta

 
Stellplatz




 
4. Reisetag
16.08.2015

Tageskilometer: 290km
Übernachtung: Camping las Palmeras in Sant Pere Pescador an der Costa Brava ( www.campinglaspalmeras.com )
Kosten: 60€

Zum Frühstück holten wir uns in der Bäckerei Baguettes und Croissants und fühlten uns wie Gott in Frankreich.
Mein Göttergatte hatte für diesen Tag folgende Tour geplant: 

- Pont du Gard - Richtung Alès - durch den Parc National des Cèvennes - Zwischenübernachtung bei Millau am Tarn - über das Viaduc de Millau auf der A 75 - Richtung Süden nach Narbonne mit Ziel Sant Pere Pescador.

Unsere Söhne waren jedoch schon sooo heiß auf Spanien und hatten keinen Bock mehr, eine weitere Zwischenübernachtung zu machen, deshalb wurde die so schön ausgearbeitete, obige Route in die folgende, verkürzte, einen Tag früher ankommende, unschönere Autobahnroute geändert:

- Pont du Gard - auf die A9 Richtung Nimes - über Montpellier und Narbonne - entlang der Côte d`Azur Richtung Perpignan mit Ziel Sant Pere Pescador.

Gegen 14.00 Uhr erreichten wir endlich unser Ziel für die nächsten 10 Tage, den Campingplatz Las Palmeras. Wir wurden sehr freundlich von deutschem Personal in Empfang genommen. Natürlich hatten wir schon in La Sousta angefragt, ob wir bereits einen Tag vorher anreisen könnten, was zum Glück kein Problem darstellte.
Unseren Stellplatz hatten wir uns mit Hilfe von www.campingstreetview.com schon zuhause angesehen und gebucht. Und das war auch gut so, denn die 200 Stellplätze waren absolut ausgebucht, also ohne Reservierung geht dort in der Hauptsaison nix! Hier herrschten 27° und eine leichte Brise, so hätte es bleiben können.
Nach dem Rundgang über die kleine, feine, topgepflegte und sogar zu dieser Jahreszeit grüne Anlage, mit einem Poolbereich, auf den so manches Sternehotel vor Neid erblassen würde, ließen wir es erstmal ruhig angehen. Felix baute noch schnell sein Zelt auf, bevor er und Fynn die Badehosen hervorkramten und sogleich als Sanitärbereich- und Pooltester agierten.
Nachdem alles, samt Wohni im Urlaubsmodus eingerichtet war, genossen mein Göttergatte und ich unsere ersten Sangrias. Salud!!!
Am Abend kehrte bei Gegrilltem, Baguette und Salat Gemütlichkeit ein. Wir fielen schließlich alle müde in unsere Kojen.


Auf Wiedersehen Frankreich, hallo Spanien!
 

 


 
"Sie haben ihr Ziel erreicht"

 
Stellplatz auf Camping Las Palmeras...wunderbar!

 
Blick vom Stellplatz auf die Sportanlagen (...und Fynn)

 
Wege auf dem Platz

 
Blick zur Rezeption

 
Der Weg zum Pool




 
5. Reisetag
17.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Alle 4 gingen wir gleich nach dem Aufstehen zum Poolbereich und genossen die morgendliche Ruhe, um unsere Runden zu ziehen. Schön erfrischt gings nach 1 Stunde zurück zum Wohni, um gemütlich zu frühstücken. Im gutbestückten, platzeigenen Supermarkt erhielt man prima Backwaren und alles, was man als Camper unterwegs so braucht, und das zu absolut vertretbaren Preisen.
Um 11.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Strand, der nach nur 100m zu Fuß zu erreichen war. Der Strand in der Bucht von Roses ist herrlich, nicht überlaufen, sehr breit und weitläufig. Das Mittelmeer lockte uns mit 26° Wassertemperatur und tollen Wellen magisch an. Wir genossen die Zeit und machten uns gegen  14.30 Uhr auf den Rückweg. Dort tranken wir Kaffee und beschlossen, für abends Paella zu bestellen. Gesagt, getan und um 19.00 Uhr aßen wir eine unglaublich leckere Paella im platzeigenen Restaurant, was qualitativ wirklich sehr, sehr lecker war. Die Sangrias liefen ganz gut und verschafften uns die nötige Bettschwere.


Der Poolbereich...einfach top!
 




Restaurant

 
 


6. Reisetag
18.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Nachts hatte es geregnet, am Morgen noch war es bedeckt, klarte jedoch langsam auf und wir frühstückten mit spanischen Leckereien. Den Nachmittag verbrachten wir am Meer.
Zum Abendessen holten wir uns im Restaurant eine Schüssel mit Pommes und grillten leckere Würtchen dazu.
Felix und Fynn waren die meiste Zeit auf dem tollen Sportgelände unterwegs.



Platja de Can Martinet/ unser Strandabschnitt in der Bucht von Roses

 
 


7. Reisetag
19.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Heute war Markttag in Sant Pere Pescador, wir machten uns nach dem Frühstück erwartungsvoll auf den ca. 1200m langen Fußmarsch ins Dorf. Der Weg führte uns vorbei an Apfelplantagen. Angekommen auf dem Markt, waren wir erstmal überrascht, was es hier alles gab....man fühlte sich wie auf einem orientalischen Bazar. Nachmittags hatten wir alles gesehen, kauften leckere Xurros ( ein iberischer Krapfen, der Form nach langes Spritzgebäck), Melonen, Schinken und Salami und traten den Heimweg an. Puh, jetzt war es echt heiß ( 40° )!
Angekommen auf dem Campingplatz ruhten wir uns erstmal aus, füllten unseren Flüssigkeitshaushalt auf und bestellten uns im Restaurant 4 Pizzen. Die Jungs waren beim Tischtennisturnier, Felix hatte Freundschaft mit 3 jungen Spaniern und Spanierinnen geschlossen. Fynn hatte auch einen Jungen kennengelernt, mit dem er immer zum Bolzen ging. Mein Göttergatte holte uns leckere Sangria und wir genossen den lauen Hochsommerabend.


El Fluvià


Markt in Sant Pere Pescador

 


 


 
Xurros



8. Reisetag
20.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten 60€

Nach dem wie immer leckeren Frühstück mit zusätzlichen Leckereien vom Markt, bereitete ich einen Nudelsalat für das Abendessen vor. Fynn war heute beim Fußballturnier, Felix chillte in der Sonne und den Rest des Tages verbrachten wir einfach mal am Pool...Faulenztag!
Abends wurde gegrillt, gespielt und Sangria getrunken...



9. Reisetag
21.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Auch an diesem Tag gab es nichts außer Faulenzen! Der Strand war echt super, es war trotz Hauptsaison nichts los, man hatte Platz ohne Ende, jedoch hatte ich das Gefühl, dass es wirklich von Tag zu Tag heißer wurde. Von den 27° am Anreisetag konnten wir nur noch träumen...Für den Abend hatten wir uns Paella bestellt, holten diese in der großen Pfanne im Restaurant ab und genossen sie vor dem Wohni, natürlich nicht ohne Sangria. Wir gingen nicht so spät ins Bett, da wir am nächsten Tag einen Ausflug geplant hatten.


Paella
 

 
 

10. Reisetag
22.08.2015

Tageskilometer: 30km
Kosten: 60€

Heute hatten wir uns die Ruinen von Empuries vorgenommen, wobei es sich um eine von den Griechen gegründete Kolonie aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. handelt. Später wurde die Kolonie von den Römern belagert, welche schließlich im 1. Jh. v. Chr. an der selben Stelle eine Siedlung anlegten. Die Stadt wurde schließlich verlassen und verschwand unter den Dünen. Über Jahrhunderte verblieb diese eindrucksvolle, archäologische Schatzkammer in Verborgenheit. Erst 1908 wurde mit Ausgrabungen begonnen, die bis heute andauern.
Wir spazierten, ausgestattet mit Audio-Guides, durch ein Geflecht von Mauerresten, Säulen, Gassen und Häusern und bewunderten Jahrtausende alte Mosaiken, Marmorarbeiten und Gemälde von unschätzbarem Wert. Schwer beeindruckt hat uns das Kanalisationsnetz, die Zisternen und das sich auf dem Gelände befindliche Archäologische Museum, in dem tolle Ausgrabungsfunde ausgetellt waren.
Das Gelände an sich bietet Parks, tolle Palmenanlagen, von denen man jederzeit einen grandiosen Blick aufs Mittelmeer hat.
Bis zum späten Nachmittag tauchten wir in die Vergangenheit und waren begeistert, bevor wir uns auf den Weg zum Campingplatz machten.
Am Abend bestellten wir uns halbe Hähnchen und Pommes und ließen den Tag bei Sangria Revue passieren.


Eingangsbereich der Ausstellung
 

 


 


 


 


 
Wir

 
 

 

 


11. Reisetag
23.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Strandtag.
Das Wetter war herrlich, es waren 33°, eine leichte Brise wehte und bescherte uns einen wunderbaren Strandtag. Was es sonst noch gab? Nix, absolut nix!



12. Reisetag
24.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Auch dieser Tag wurde auf speziellen Wunsch der Jungs, die ihre Freundschaften pflegten, ein Chilltag. Für meinen Göttergatten und mich schon eine Herausforderung, da wir eher Aktivurlauber sind. Aber was macht man nicht alles für den lieben Nachwuchs. Olaf und ich verbrachten den Tag am Pool.
Am Abend grillten wir Steaks und Würstchen, bereiteten Rosmarinkartoffeln und Salat. Was würden wir nur ohne die Sangria machen? Die war hier wirklich superlecker...



13. Reisetag
25.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Es wurde deutlich ruhiger auf dem Platz, da die Ferien der Holländer zu Ende gegangen waren. Den Poolbereich, samt Wellnessbecken, hatten wir für uns und genossen die Ruhe. Am Abend gab es Livemusik am Restaurant mit Alejandro. Felix und seine spanischen Urlaubsfreunde genossen den stimmungsgeladenen Abend. Wir hörten uns das Schauspiel vom Platz aus an.



 

14. Reisetag
26.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Heute war wieder Markttag in Sant Pere. Mein Göttergatte, Felix und ich machten uns auf den Fußmarsch, um noch einige Mitbringsel zu besorgen, obwohl es heute unerträglich heiß war. Der Markt war dennoch einfach toll und eine willkommene Abwechslung. Gegen Mittag stieg das Thermometer auf 46,4°....die Hölle....und der Weg von nur 1,2km zum Campingplatz in der prallen Sonne entwickelte sich zum Kraftakt. Dort angekommen, sprangen wir in den Pool und stiegen erst am Abend wieder raus.  Das Restaurant beglückte uns heute Abend mit nahezu perfekt gegrillten Seezungen mit gedünstetem Gemüse, ein Geschmackserlebnis!
Die Nacht war schwül und heiß und brachte wenig Erholung.


Die Seezunge war super...
 



15. Reisetag
27.08.2015

Tageskilometer: 0
Übernachtung: Camping las Palmeras
Kosten: 60€

Gestern Abend planten wir langsam aber sicher unseren Rückweg. Ich wäre gerne noch an den Hopfensee gefahren, jedoch machte das fahrtechnisch so gar keinen Sinn. Wir einigten uns darauf, dass wir am Folgetag Richtung Ardeche aufbrechen würden. Mal sehen, vielleicht hatten wir ja Glück und konnten noch eine Kanutour machen, je nach Wasserstand. Ausgesucht hatten wir uns den Campingplatz Nature Parc l` Ardechois.
Heute wollten wir jedoch unseren letzten Tag in Spanien noch genießen, schwimmen, gemütlich zusammenpacken, alles nur kein Stress!
Am Abend waren wir abfahrbereit und gingen zum letzten Mal ins Restaurant. Mein Göttergatte und ich bestellten uns Muscheln, Felix und Fynn aßen Cheeseburger!!!!!!!! Olaf und Fynn lieferten sich anschließend noch einige Runden am Billardtisch. Das Essen war wieder einmal 1. Klasse und bescherte uns einen wunderbaren Abschied von Espana, nicht ohne Sangrias versteht sich, ohhhhh die werde ich vermissen!


Ein gelungener Abschieds-Abend

 
Fynn beim Billard



16. Reisetag
28.08.2015

Tageskilometer: 400km
Übernachtung: Camping Nature Parc l`Ardechois (www.ardechois-camping.com)
Kosten: 75€

Nach dem Frühstück sind wir gegen 10.00 Uhr in Las Palmeras aufgebrochen und erreichten, ohne große Vorkommnisse gegen 16.00 Uhr den *****Camping Nature Parc l`Ardechois, traumhaft schön direkt an der Ardeche gelegen, unweit des weltberühmten Vallon Pont d`Arc.
Vallon Pont d`Arc ist ein 60m hoher Natursteinbogen in den Rhône-Alpes in der Ardeche-Schlucht.
Mit ganz viel Glück konnten wir einen Stellplatz direkt am Wasser erhaschen, perfekt!
Alle Leading-Camping-Card-Inhaber erhielten auf diesem Platz ein Willkommensgeschenk, also auch wir. Dieses bestand aus 1 Flasche Merlot, 1 Baguette und 24h gratis Wlan, toll....das war wirklich großzügig und absolut kein Standard!
Im Supermarkt erstand ich noch franz. Käse und allerlei franz. Leckereien.
Olaf machte sich unterdessen auf den Weg zum Kajakverleih des Platzes, um nach einer möglichen Tour für den folgenden Tag zu fragen. Danach nahmen wir ein willkommenes und erfrischendes Bad in der Ardeche. Ohne Badeschuhe (wir hatten zum Glück die Tevas eingepackt!) war der felsige Einstieg unangenehm, dafür das Schwimmen an der eigens eingerichteten Badestelle ein besonderes Erlebnis.
Nach einem gemütlichen, typisch französischen Abendessen mit dem leckeren Merlot schliefen wir dank der nächtlichen Abkühlung wie die Babys.


Genau da wollen wir hin!


Tolle Landschaften
 

 
Die Ardeche-Schlucht

 
Ohne Worte;)







 
17. Reisetag
29.08. 2015

Tageskilometer: Kajak  15km aus der Ardeche
                          Wohni  670km
Übernachtung: Rastplatz bei Baden-Baden
Kosten: keine


Gut gestärkt machten wir uns gegen 11.00 Uhr nach dem Frühstück auf die Tour, die mein Göttergatte am Vortag für uns gebucht hatte. Wir hatten 2 2er Kajaks, in einem saßen Olaf und Fynn, im Anderen Felix und ich. Olaf fährt schon seit 35 Jahren Kajak, auch Felix hat keine Probleme und schon Erfahrung im Einer sammeln können. Fynn und ich sind die Mitfahrer, die zwar auch schon oft gepaddelt sind, jedoch noch nie alleine.
Die Einsetzstelle für die Boote ist für Ungeübte, über die teilweise rutschigen Felsplatten, recht beschwerlich zu erreichen. Bei höherem Wasserstand gestaltet sich dieses gewiss einfacher.
Ausgestattet mit Schwimmwesten, Gepäcktonnen, Wechselkleidung und Verpflegung starteten wir unsere Tour.
Durch den heißen, trockenen Sommer, führte die Ardeche wenig Wasser, was dazu führte, dass sich an vielen Stellen im oberen Bereich schwer zu passierende Steinstufen befanden. Olaf und Fynn hatten wir "zum Lesen" des Wassers vorgeschickt, Felix und ich folgten dieser Spur, was leider gar nicht so einfach war. Nach nur 300m saßen Felix und ich auf einem Felsen fest und zwar richtig! Mein Göttergatte hatte es dank seiner Erfahrung, mit Fynn ohne Probleme geschafft, diese schwierige Stelle zu passieren und gab uns jetzt wertvolle Tipps, die mich fast zur Weißglut trieben. Es half alles nix, ich musste raus aus dem Boot und anschieben. Doch auch dieses Manöver war erfolglos, sodass Felix ebenfalls das Kajak verließ, dabei ausrutschte und sich das Bein an den scharfen Felsen verletzte. Er konnte so nicht mehr weiter paddeln, schaffte sich ans Ufer und ich musste nun alleine!!! den 2er durch die Schlucht zum Ziel bringen. Mit mehr Schiss als Vaterlandsliebe fuhr ich tapfer hinter meinen Helden her. Felix machte sich unterdessen auf den Weg zum Campingplatz, um Lana, die im Wohni bleiben musste, Gesellschaft zu leisten und seine Wunden zu desinfizieren.
Unsere Tour war anfänglich noch recht gemütlich und beschaulich und führte durch eine atemberaubende Landschaft. Nach einigen Kilometern jedoch, wartete die ein oder andere Schwierigkeit auf uns, leichtes Wildwasser war angesagt. Für Olaf mit Fynni kein Ding, die zwei hatten Spaß! Für mich war es weniger spaßig, eher purer Ernst, denn schon bei der 2. wilderen Stelle ging ich baden. Mein Boot trieb vor mir durch die Felsstufen, ich folgte unkontrolliert auf meinem Allerwertesten hinterher. Olaf und Fynn bestaunten dieses Schauspiel unterhalb der Schwallstelle, mit einem breiten Grinsen, und sammelten mich und das Boot wieder ein.
Eigentlich war das Bad bei diesen Temperaturen im Fluss recht angenehm, jedoch hatte ich Schmerzen am Hintern und meinem Rücken. Es half alles nichts, der Vallon Pont d`Arc wollte noch durchpaddelt werden.
Nach weiteren 2 Kilometern sahen wir ihn endlich, ein Erlebnis! Nach der Durchfahrt machten wir Pause und genossen die beeindruckende Schlucht der Ardeche, bevor wir uns auf das letzte, gemütliche Teilstück zu unserer Ausstiegsstelle begaben.
Gegen 14.00 Uhr waren wir am Ziel und wurden mit dem Bus zum Campingplatz zurückgebracht. Felix hatte sich vom Schock erholt und hatte bereits geduscht. Wir anderen Drei taten ihm dies gleich, da wir heute noch weiter wollten, Richtung Heimat.
Um 16.00 Uhr checkten wir aus, um die Abendstunden zu nutzen, der Heimat ein Stückchen näher zu kommen. Ziel für heute war die deutsch-französische Grenze, die wir gegen 0.00 Uhr passierten. Wir fuhren noch bis Baden-Baden und übernachteten auf dem Rastplatz.



Vallon Pont d`Arc

 
Unsere Paddeltour

Da saß ich schon allein im Boot

 


 
Stolz wie Oskar!!!

 




18. Reisetag
30.08.2015

Tageskilometer: 312km

Nach kurzem Frühstück gings auf die letzte Etappe. Ohne weitere Probleme standen wir um 12.00 Uhr mittags vor unserer Haustür.


Fazit:
Frankreich zeigte sich uns mit vielen Facetten, toller Landschaft und gewöhnungsbedürftigen sanitären Anlagen, außer Camping l`Ardechois, der ein absoluter Topplatz ist, jedoch für meine Vorstellungen zu touristisch.
Spanien ist ein wunderbares Land, um Badeurlaub zu verbringen. Die Campingplätze wirken alle sehr gepflegt, die Spanier sind tolle Gastgeber. Gerne werden wir als Rentner wiederkommen, um hier zu überwintern, bis dahin sind wir noch zu aktiv, um auf den Liegestühlen zu schwitzen.
Für unser Hunde-Mädchen war dieser Urlaub einfach zu warm und wir vermissten schöne Spazierwege. Lana hat das alles bestens toleriert, aber auch weil sie schon 9 Jahre alt ist.


 
Schön war`s !!!

















                        
 
 





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